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Stand: 15.05.2011

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Schule

Bezirksgruppe Nordheide der DFG Nord e. V.
Entstanden aus dem Freundeskreis Buchholz - Järvenpää

Am 30. Juni zeigte Helena Eischer den Film "Spitze! Schulen amWendekreis der Pädagogik" im Kaleidoskop. Der Film zeigt deutlich, warum die nordischen Nachbarn Finnland und Schweden in Bildung, Forschung und Innovation Weltspitze sind. In der anschließenden Diskussion schlug Herr Zinnecker, unserer stellvertretender Bürgermeister vor, den Film im Schulausschuss zu zeigen, um danach zu diskutieren, was können wir als Stadt für unsere Schulen tun.

Diesen Film sollten wirklich alle sehen!


Hier ein Text von Herbert Marlies zu dem Film:

Gibt es das ideale Schulsystem?

Ja, nur leider noch nicht in Deutschland!

Davon konnten sich bei einem Filmabend Anfang März interessierte Eltern der dritten und vierten Klassen der Wiesenschule überzeugen. Frau Alff und Frau Krug vom Schulelternrat hatten dazu eingeladen, sich in der Wiesenschule den Film

"Spitze! Schulen am Wendekreis der Pädagogik" 

anzusehen. Er zeigt sehr anschaulich, wie in den skandinavischen Ländern "Schule" gemacht wird.

In Schweden und Finnland sagt man: "Auf den Anfang kommt es an!" Deshalb besuchen fast alle Kinder die Vorschule ( per Gesetz wird dort jedem Kind ein Platz garantiert) und die Vorschulpädagogen erhalten eine anspruchsvolle akademische Ausbildung. 15 Kinder werden von zwei Lehrern und einem Assistenten betreut.

Im Anschluss gehen die Kinder in Schweden wie auch in Finnland 9 Jahre lang auf eine gemeinsame Schule für alle. Der Unterricht dauert bis in den Nachmittag und beinhaltet auch ein Mittagessen. Dann machen sie eine Prüfung und können danach auf das Gymnasium gehen, das wahlweise 2-4 Jahre dauert, oder sie beginnen eine Berufsausbildung. In Finnland gibt es die ersten vier Jahre, in Schweden sogar sieben Jahre lang keine Zensuren.

Übungen zur Selbsteinschätzung beginnen schon in der Vorschule. Eltern, Lehrer und Politiker sind davon überzeugt, "nur wer freiwillig lernt, lernt auch nachhaltig." Es wird viel Wert auf selbständiges und selbstverantwortliches Lernen gelegt. Statt Lernen durch Zuhören (=Frontalunterricht: der Lehrer steht vorn und erklärt wie es gemacht wird) setzt man eher auf die Methode Lernen durch Nachdenken und Ausprobieren.

Für Kinder mit Lernproblemen gibt es gleich Hilfe durch ausgebildete Fachleute. Sie werden nicht in Extraschulen abgeschoben. Ein ganz wichtiger Grundsatz lautet, die Kinder nicht zu beschämen!

In beiden Ländern wird sehr viel Geld in den Anfang investiert: In Finnland kostet ein Grundschüler beispielsweise 5.000 Euro, in Deutschland wird pro Grundschüler nur 3.500 Euro ausgegeben. Die Oberstufe wird dort billiger, in Deutschland teurer. Die Lehrer arbeiten im Team und sind 35 Stunden in der Woche in der Schule. Der Lehrerberuf hat sehr hohes Ansehen, auf einen Studienplatz kommen zehn Bewerber. Der Staat sagt: Die Besten sollen Lehrer werden.

Nach dem Film rieben wir uns verwundert die Augen und fragten uns , ob das wahr ist und tatsächlich funktionieren kann? Es ist wahr, bestätigte die anwesende Finnin Helena Eischer und beantwortete viele weitere Fragen. Und dass es besser funktioniert als unser dreigliedriges deutsches Schulsystem mit der frühen Aufteilung nach der vierten Klasse beweisen die Ergebnisse beim internationalen Schulleistungsvergleich PISA: Finnland erreichte Platz 1, Deutschland Platz 21 von 35 Staaten.

 

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